#97 – Neu im Hardtwald: Abu-Bekir Ömer El-Zein

Zurück aus dem Trainingslager gab der SV Sandhausen zu Beginn der Woche Neuzugang Nr. 5 & Nr. 6 bekannt. Beide Testspieler, die fast die komplette Vorbereitung mit dem Team absolviert haben, haben die Verantwortlichen überzeugt und schließen sich mit sofortiger Wirkung dem SV Sandhausen an. Doch wer sind Abu-Bekir Ömer El – Zein und Josef Ganda? Heute nehmen wir erstgenannten näher unter die Lupe. Viel Spaß mit dem Transfer – Update zu Abu – Bekir Ömer El – Zein. 

Zur Person:

Am 18.02.2003 geboren begann El -Zein das Fußball spielen beim Essener SC Preußen 02 von wo aus er über Schwarz – Weiß Essen 2018 im Alter von 15 Jahren in die Jugendabteilung der Dortmunder Borussia wechselte. Beim BVB durchlief er dann alle weiteren Juniorenmannschaften bis hoch zur U19, mit der er in der abgelaufenen Saison die deutsche Meisterschaft gewinnen konnte. Ebenfalls für Furore sorgte er mit seiner Mannschaft in der Uefa Youth League, wo erst im Viertelfinale gegen die Junioren von Atletico Madrid Schluss war. 

Während El – Zein alle Auswahlmannschaften der Westfalenauswahl durchlief, blieb ihm eine Nominierung für die deutsche Juniorennationalmannschaft bislang verwehrt. Durch seine doppelte Staatsbürgerschaft besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass er für das Geburtsland seiner Eltern, den Libanon, nominiert werden könnte. 

Der Karriereweg:

Bei einem so jungen Spieler, der mit dem SV Sandhausen in seine erste Saison im Seniorenbereich geht, bleiben einem nur der Blick in die Statistiken. Ziehen wir nur die Daten aus seiner U19 Zeit heran, bleiben uns aufgrund der Corona Pausen in 2 Jahren „nur“ 31 Spiele in der Junioren-Bundesliga, DFB-Pokal und der Uefa Youth League. Obwohl er nur etwas mehr als 50% der möglichen Spielzeit auf dem Feld stand, steuerte er 10 Treffer sowie 5 Vorlagen bei. Wenn man sich die direkte Konkurrenz auf den 4 Offensiven Positionen in Borussia Dortmunds 4-2-3-1 anschaut, ist das doch beachtlich. Mit Jamie Bynoe-Gittens, Bradley Fink, Göktan Gürpüz, Bradley Fink oder auch Julian Rijkhoff setzte er sich teilweise gegen Konkurrenten durch, die in nicht allzu ferner Zukunft in der Bundesliga vor 80.000 im Westfalenstadion auflaufen werden und schon jetzt einen höheren Marktwert aufweisen als der Großteil des SVS Kaders zusammen. 

Und jetzt Sandhausen:

In der A-Jugend hauptsächlich auf den offensiven außen, hinter oder direkt in der Spitze aufgestellt, sah man ihn bei den Testspielen des Sportvereins hauptsächlich im zentralen, teilweise sogar defensiven Mittelfeld. Wenn man den Aussagen von Mikayil Kabaca Glauben schenken darf, ist El-Zein auch eher für die zentrale Mittelfeldposition eingeplant, auf der er sich laut dem sportlichen Leiter des SVS nun weiterentwickeln soll. Das El-Zein eher ein Perspektivspieler sein soll, lässt sich auch dem Statement des Trainers entnehmen, der folgendermaßen zitiert wird: „Abu hat großes Potential, das es gilt abzurufen. Er ist 19 Jahre jung, hat in den beiden letzten Wochen engagiert mittrainiert und ist in keiner Phase abgefallen. Grade in den physisch sehr anspruchsvollen Einheiten ist er stabil geblieben. Er ist für sein Alter sehr ballsicher, hat eine gute Übersicht und ich glaube, dass da noch einiges kommen kann, wenn er den Männerfußball weiter so annimmt.“

Den Worten des Trainer sowie des sportlichen Leiters zu Folge bekommt der SVS also einen jungen, vielversprechenden Back – Up der zwischen den Positionen pendeln und sowohl Trybull oder D. Kinsombi im zentralen Mittelfeld ersetzen, sowie im Bedarfsfall auch auf die offensiven Positionen ausweichen und unterstützen kann. 

Die Eindrücke, die man in den bisherigen Testspielen von ihm sammeln konnte, trafen bei den Fans auf gemischte Gefühle. Ich persönlich fand ihn im ersten Test auffällig und im dritten Test im Trainingslager dann sogar richtig stark. Es wurde deutlich, dass er ein feines Füßchen besitzt und auch damit umzugehen weiß. Gerade durch den Wegfall von Gaudino, der nie wirklich in Sandhausen Fuß fassen konnte, wurde ein Planstelle frei, die es mit einer gewissen Kreativität zu füllen galt. Das ist und bleibt weiterhin eine Qualität die dem Kader teilweise abgeht. Abu-Bekir Ömer El-Zein ist auf jeden Fall eine Verpflichtung, die in diesem Bereich den Kader optimiert. Ob und wieviel Einsatzzeit im Alois Schwartz letztendlich gibt wird auch stark davon abhängen wie die Mannschaft in die Spielzeit startet. Sicherlich wird nicht von Beginn an Hurra-Fußball ausgerufen, sondern erstmal wieder die Tugenden der erfolgreichen Rückrunde beschworen. Hier wird El-Zein meiner Meinung nach erstmal nur zu sehr sporadischen Teileinsätzen kommen. In diesen gilt es sich dann zu beweisen. Die Lust dazu, scheint er zu haben: „Ich kann es kaum erwarten hier zu spielen und freue mich in Sandhausen zu sein. Ich hoffe auf eine erfolgreiche Saison und möchte dem Team natürlich helfen. Die Jungs haben mich sehr gut aufgenommen, jetzt kann es los gehen“, wird er auf der Homepage des SVS zitiert. 

Es bleibt zu hoffen, dass seine Worte nicht nur Floskeln sind und er diese mit Leben füllen kann. Außerdem ist ihm zu wünschen, dass er einen besseren Start in Sandhausen findet, als die letzten Nachwuchshoffnungen, die mit viel Vorschusslorbeeren vorgestellt und dann kaum eingesetzt wurden. Seine Vita macht auf jeden Fall Lust auf mehr. 

Wie bei allen Neuzugängen gilt auch bei Abu-Bekir Ömer El-Zein: Herzlich Willkommen am Hardtwald Abu-Bekir. Wir freuen uns auf erfolgreiche Spiele mit dir. 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: