#91 – Es geht wieder los …


Am kommenden Freitag veröffentlicht die DFL den Spielplan für die Saison 2022/2023, bereits am Montag startet der SV Sandhausen mit der Leistungsdiagnostik die Vorbereitung auf die kommende Runde. 

Hierzu begrüßt Alois Schwartz mit Matej Pulkrab, Vincent Schwab und Benedict Grawe nur 3 neue Profis im Kader der Kurpfälzer. Letztgenannte gehörten bereits in der vergangenen Saison (teilweise) zum Aufgebot für die Spiele im deutschen Unterhaus. 

An der Diagnostik nicht mehr teilnehmen werden Pascal Testroet und Erich Berko. Beide Spieler gehörten nicht zu den bereits zum Saisonende verabschiedeten 8 Spielern, die der Öffentlichkeit bekannt waren, sondern verließen dem Verein in den vergangenen Wochen überraschend.

Nachdem mit Matej Pulkrab am 31.05. der erste Neuzugang vorgestellt wurde, war in der Fanszene ein aufatmen zu spüren, da man einen echten Konkurrenzkampf im Sturm erwarten konnte. Pulkrab schien eine jüngere, spritzigere Version Testroets zu sein und damit eine echte Alternative zum Toptorjäger der vergangenen Saison. 

Einen Tag später war das Szenario jedoch bereits wieder passé. Komplett überraschend ging die Nachricht durch die sozialen Medien, dass Pascal Testroet eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag nutzt und mit sofortiger Wirkung zum Zweitligaabsteiger Ingolstadt wechseln wird.

Was auf den ersten Blick wie ein schlechter Scherz wirkte, ist auf den zweiten Blick vielleicht gar nicht so schlecht. Natürlich war Testroet in der vergangenen Saison eine der Säulen im Spiel des SVS und hatte mit seinen Toren mehr als entscheidenden Anteil am Klassenerhalt. Ohne ihn würde der Sportverein wohl eher nicht in seine 11. Zweiligasaison gehen. Dafür gebührt im Dank und Anerkennung.

Jedoch war anderseits auch zu erkennen, dass er gerade beim Tempo nicht mehr komplett auf Zweitliganiveau mithalten konnte. Was er im Strafraum und in der Behauptung des Balles  mit Kampf und Rafinesse gutes einbringen konnte, hat in Laufduellen oder schnellen Kontern jedoch oft nicht ausgereicht. Auch wenn er im und um den Strafraum wohl auch kommende Saison noch eine Waffe gewesen wäre, wird auch ein Testroet nicht jünger. 

Vielleicht haben genau das beide Seiten gewusst und deshalb frühzeitig auf dem Peak der Zusammenarbeit eine Entscheidung gefasst mit der beide ihr Gesicht waren konnten. Der SVS steht nach der Pulkrab Verpflichtung nicht komplett blank auf der Mittelstürmer-Position da und hat bis Saisonstart auch noch genug Zeit um nochmal nachzurüsten. Testroet hingegen zieht nach einem sehr erfolgreichen Jahr in Sandhausen weiter und hat in Ingolstadt die Möglichkeit eine Liga tiefer nochmal wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Mannschaft zu werden. Das in Ingolstadt eventuell nochmal mehr zu verdienen ist wie in Sandhausen, kommt vielleicht begünstigend hinzu. 

Anders verhält es sich in der Causa Berko. Hier gab der Verein nur bekannt, dass der Vertrag in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde. Zu den Gründen ist zum jetzigen Zeitpunkt nichts bekannt und man kann nur spekulieren, warum die Zusammenarbeit bereits nach einem halben Jahr beendet wird. Von Vereinsseite konnte man eigentlich zufrieden sein, mit dem was Berko in seinen Einsätzen zeigte. Für die kommende Runde wäre er ein sicherer Back Up für Christian Kinsombi gewesen, den Alois Schwartz ohne große Bedenken bei Bedarf ins Spiel hätte werfen können. Für wen der beiden Seiten dieses wahrscheinliche Szenario zu wenig war, bleibt wohl vorerst ein Geheimnis. 

Fakt ist, dass Mikayil Kabaca nun nachlegen muss. Da der Stamm der Mannschaft (aktuell noch) zusammengehalten werden konnte, sind zum jetzigen Zeitpunkt nur 2 Positionen wirklich vakant. Links offensiv und im Sturm. Ich persönlich würde mich auf beiden Positionen über junge, entwicklungsfähige Spieler freuen, die hinter Pulkrab und Kinsombi lauern und geduldig ihre Minuten sammeln, wenn sie gebaucht werden. In Fankreisen rumoren viele Namen, diese aufzuzählen wäre müßig. Gerade die Pulkrab Verpflichtung hat gezeigt, dass das Team um Kabaca für Überraschungen gut ist und nicht nur die erwartbaren Namen aus dem Hut zieht. Nach der Transferperiode im Winter, darf man der sportlichen Leitung da auch erstmal vertrauen. 

Ob bereits beim ersten Test kommendes Wochenende gegen den Kreisligisten der TuS Mingolsheim (Samstag, 18.06.2022, 15 Uhr, Sportgelände Bad Schönborn – Mingolsheim) weitere Neuverpflichtungen auf dem Platz stehen werden, bezweifle ich. Jedoch bietet sich bei dem Test die Möglichkeit, der neuen Nummer 9 aus Tschechien zum ersten Mal live auf die Füße schauen zu können. Der wird bis dahin immerhin schon eine Woche im Kreise der neuen Kollegen trainiert haben und ähnlich wie seine Kollegen noch lange nicht bei 100% sein.

Was aber auch egal ist. Schön ist, dass der SVS die Saisonvorbereitung in unmittelbarer Nachbarschaft eröffnet und hoffentlich da weitermacht, wo er im Mai aufgehört hat. Sportlich erfolgreich, aber auch abseits des Platzes nicht so weit von den Fans entfernt. 

Die Saison 2022/2023 geht los! Endlich! Ich freu mich drauf. 

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